Statine senken den Cholesterinwert, erhöhen aber die Gefahr an anderen Krankheiten zu sterben.

Hoher Cholesterinwert – Lizenz zum Geld drucken!

In den vergangenen 50 Jahren wurde der empfohlene Grenzwert für Cholesterin mit jedem Jahrzehnt automatisch weiter abgesenkt. Von 260 über 240 und 220 bis auf 200 Milligramm pro Deziliter verringerten die Fachgremien den Zielwert im Blut, der angeblich Herz und Gefäße schont.

Im Jahre 2005 empfahl die Europäische Kardiologenvereinigung sogar einen Grenzwert von 193 Milligramm pro Deziliter. Selbst unter Ärzten löste diese Empfehlung erhebliche Proteste aus, da auf diese Weise drei Viertel aller Erwachsenen behandlungsbedürftig wären.

Nimmt man diese Fachgremien genauer unter die Lupe, stellt sich meistens heraus, dass viele der Experten feste Beziehungen zur Pharmaindustrie haben. Diese sind auch die Hauptprofiteure der ständig sinkenden Grenzwerte für Cholesterin. So kommen ständig Millionen neuer Patienten hinzu, die angeblich eine Behandlung mit cholesterinsenkenden Mittel benötigen. Allein in den USA wurden bei der Absenkung der Cholesteringrenzwerte von 240 Milligramm auf 200 Milligramm, auf einen Schlag über 42 Millionen Amerikaner behandlungsbedürftig.
Wo bleibt der Goldstandard?

In der Medizin hat sich ein Verfahren etabliert, mit dem sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Nutzen einer Therapie oder Gesundheitsempfehlung beurteilen lässt. Es ist die systematische Übersichtsarbeit. Sie gilt als der Goldstandard in der medizinischen Anwendungsforschung. (Eine ausführliche Erklärung finden Sie in dem Buch “Schlechte Medizin” von Dr. med Gunter Frank.) Im Bereich Cholesterin gibt es keine Studie, die diesen Goldstandard auch nur annähernd erfüllen kann. Die Empfehlungen basieren auf der sehr umstrittenen Framingham-Studie aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Nimmt man die Original Daten der Framingham-Studie her, lässt sich laut Herbert Immich, einem der Gründungsväter des Faches “Medizinische Statistik”, nachweisen, dass die Forscher die Alters- und Cholesterinwerte Ihrer Teilnehmer durch immer wieder neue Gruppenbildung so lange umverteilten, bis sie ihren Scheinzusammenhang von Cholesterin und koronarer Herzkrankheit bewiesen hatten. Dabei ist der einzige Schluss, den die Daten mit Sicherheit zulassen, die Aussage, dass der Cholesterinspiegel mit höherem Alter steigt. Allerdings benötigt Ihr Gehirn im Alter wahrscheinlich mehr Cholesterin, damit Sie nicht an Demenz zu erkranken.

Löst ein erhöhter Cholesterinwert Krankheiten aus?

Ein erhöhter Cholesterinwert wird in der Bevölkerung als Hauptursache von Herzinfarkt und Schlaganfall angesehen. Fettarme Ernährung und cholesterinsenkende Mittel gelten als der wichtigste Schutz vor diesen Erkrankungen. Und weil Cholesterin auch ein Begleitstoff von Fett, besonders von tierischem Fett, ist, erklärte man den Verzehr von tierischem Fett zum Risikofaktor. Nun fehlte nur noch die nie nachgewiesene Behauptung, dass fettreduzierte Ernährung langfristig den Cholesterinspiegel senkt, und die Kampagne war perfekt, sehr zum Freude der Margarineindustrie.

Menschen mit abgesenkten Cholesterinwerten leben nicht länger!

Gesunde Männer mit hohem Cholesterinspiegel erleiden zwar weniger Herzinfarkte, wenn der Cholesterinspiegel abgesenkt wird, aber sie leben nicht länger. Das wiederum legt den Schluss nahe, dass sie vermehrt andere Erkrankungen bekommen, weshalb es eben wissenschaftlich nicht begründet ist, generell eine Senkung des Cholesterinspiegels zu empfehlen. Bei Frauen lässt sich übrigens nicht einmal eine niedrigere Herzinfarktrate nach der Absenkung des Cholesterinwerts messen. Übrigens haben zwei Drittel der Menschen, die einen Herzinfarkt erleiden, normale Cholesterinwerte.

Nebenwirkungen von Cholesterin senkenden Arzneimitteln

Menschen, die cholesterinsenkende Arzneimittel zu sich nehmen, haben ein erhöhtes Risiko für:

  • Muskelerkrankungen
  • Grauer Star
  • tödliches Nierenversagen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Herzerkrankungen
  • Diabetes (Diabetes ist einer der Hauptfaktoren für Herzkrankheiten)

Nur gut, dass uns die Pharmaindustrie auch hier mit Ihren Mitteln weiterhelfen kann.

Cholesterin ist lebenswichtig

Cholesterin wird von unserem Körper selbst produziert, es findet sich in jeder Körperzelle als lebensnotwendiger Baustein der Zellmembran – der höchste Cholesterin Wert findet sich  mit knapp 25% im Gehirn. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nervenmembranen und wird maßgeblich für die Produktion von Sexualhormonen sowie von Vitamin D benötigt. Zudem schützt Cholesterin unser Gehirn vor Alzheimer und anderen degenerativen Erkrankungen des Gehirns.

Cholesterin ist aufgrund seiner entzündungssenkenden Wirkung auch immer dort zu finden, wo sich Entzündungen im Körper angesammelt haben. Man kann Cholesterin durchaus mit einer Feuerwehr vergleichen. Mit cholesterinsenkenden Mitteln hindern Sie als die Feuerwehr Ihr Haus zu löschen.

Prof. Dr. Walter Hartenbach:

Absurd ist es, die Ernährung für Cholesterinerhöhungen verantwortlich machen zu wollen. Nahrungsbedingte Cholesterinerhöhungen oder -Senkungen betragen maximal fünf Prozent und halten auch nicht länger an als 24 bis 48 Stunden, da die Leber bei erhöhter oder verminderter Cholesterinzufuhr sofort mit verminderter oder erhöhter Cholesterinproduktion regulierend eingreift.

Cholesterin hat keinen Einfluss auf die Entwicklung einer Arteriosklerose oder eines Herzinfarkts.
Hohe Cholesterinwerte sind verbunden mit hoher Lebenserwartung und geringer Krebshäufigkeit.
Eine Senkung des Cholesterinspiegels ist verbunden mit zahlreichen Todesfällen und vermehrtem Auftreten von Krebsentwicklungen.

Übrigens werden die gleichen Tricks auch bei den Grenzwerten für Blutzucker und Blutdruck angewandt. Auch hier erschließt sich für die Pharmaindustrie ein lohnendes Geschäft. Ständig Millionen neuer behandlungsbedürftiger Patienten.

Buchtipps:

Die Cholesterin- Lüge. Das Märchen vom bösen Cholesterin

Der große Cholesterin Schwindel – Anthony Colpo

Schlechte Medizin: Ein Wutbuch

 

Menü

Tipps

Newsletter abonnieren

Empfehlungen