Wie entsteht Krebs?

Der Zusammenhang zwischen Krebs, Insulinresistenz und einer ketogenen Ernährung

Ist Krebs eine metabolische Krankheit?

 

Die Verbindung zwischen Krebs und Insulinresistenz

Studien von Dr. Dominic D’Agostino, Dr. Thomas Seyfried und Dr. Gary Fettke haben aufgedeckt, dass Krebs hauptsächlich eine metabolische Krankheit und keine genetische Krankheit ist, wie bisher angenommen wurde.

Die meisten Krebs Wissenschaftler haben bisher gedacht, Krebs wäre eine genetische Krankheit, aber nur 5-10% von Krebserkrankungen haben diesen Ursprung„, sagt Dr. D’Agostino.

Eine metabolische Krankheit stört den normalen Stoffwechsel, der Vorgang, bei dem die Nahrung zu Energie für die einzelnen Zellen umgewandelt wird.

Die Mitochondrien erzeugen die Energie, die unsere Zellen brauchen, um ihre Arbeit zu erledigen – sie werden oft als Kraftwerk der Zellen bezeichnet.

Wenn Kohlenhydrate (die der Körper zu Glukose verarbeitet) verzehrt werden, beginnt der Blutzuckerspiegel zu steigen. Das Hormon Insulin, verantwortlich für die Regulation des Energieverbrauchs, wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, da ein hoher Blutzuckerspiegel schädlich für menschliches Gewebe ist. Ein hoher Blutzuckerspiegel beschädigt die Strukturen aller Proteine im Körper.

Laut Dr. Fettke, können wir nur einen Teelöffel (4 Gramm) Glukose auf einmal verstoffwechseln. Der Rest wird in der Leber und in Muskeln als Glykogen gespeichert. Falls diese bereits voll sind, wird Glukose von der Leber zu Triglyceriden (Fett) umgebaut und gespeichert.

Je mehr Kohlenhydrate wir zu uns nehmen, umso mehr Insulin wird produziert. Über einen gewissen Zeitraum wird der Körper dann resistent gegenüber dem Insulin.

Insulinresistenz tritt auf, wenn der Körper nicht mehr richtig auf das Insulin reagiert. Das Ergebnis sind steigende Glukosemengen im Blut, die nicht mehr in der Leber oder den Muskeln gespeichert werden können. Deshalb werden sie gleich als Fett gespeichert.

Insulin ist daher ein Fett Speicherhormon, das zu einem immer höheren Körpergewicht führt. Zusammen mit einer kohlenhydratreichen Ernährung kann dies, falls nicht bemerkt, zu Adipositas, metabolischen Syndrom (eine Kombination aus abdomineller Fettleibigkeit, Bluthochdruck, veränderten Blutfettwerte und Insulinresistenz) und zu Typ 2 Diabetes führen.

Der Langzeit Schaden der durch Diabetes auftritt, besteht darin, dass permanent hohe Blutzuckerwerte viele Organe schädigen. Wenn die Blutzuckerwerte hoch sind, sind es folglich auch die Insulinwerte.

Je mehr ich lese, umso mehr bin ich überzeugt von der Verbindung zwischen Ernährung und Krebs. Dreh- und Angelpunkt ist die Rolle von Insulin als stimulierender Faktor bei der Zellteilung und dem Stoffwechsel„, sagt Dr. Gary Fettke.

In seiner Studie bemerkte Dr. Elio Riboli das steigende Risiko von Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterkrebs, Speiseröhrenkrebs und Nierenkrebs bei Adipositas. Er erklärt die Verbindung zwischen Gebärmutterkrebs und Adipositas: „Gebärmutterkrebs wird sehr stark mit dem Östrogenspiegel in Verbindung gebracht. Je mehr Fettgewebe vorhanden ist, desto mehr Östrogen. Dies ergibt zwei Effekte. Einer ist, dass bei adipositösen Menschen das Fettgewebe, Östrogen produziert und Androgene auch zu Östrogenen umwandelt. Der zweite Effekt besteht darin, dass durch Insulin, die Bindung von Globulin durch sexuelle Hormone unterdrückt wird. Dadurch wird mehr Östrogen verfügbar.“

Dr. Gary Fettke erklärte in seinem Vortrag bei der LowCarb Convention im Frühjahr, dass Krebs mit dem Glukose Stoffwechsel in Verbindung steht. Interessanterweise können Krebszellen nur Glukose als Nahrung verwenden. Ohne Glukose verhungern sie. Diese Theorie basiert auf dem Warburg Effekt. Dr. Otto Warburg gewann 1931 den Nobelpreis für die Entdeckung, dass Tumore sich durch eine ungewöhnliche Konzentration von Laktat, das Produkt der anaeroben Glykolyse, auszeichnen, obwohl genügend Sauerstoff für die Verbrennung mit Hilfe der Mitochondrien vorhanden war. Daraus hatte er 1930 die Hypothese abgeleitet, eine Störung oder Unterbrechung der Funktion der Mitochondrien in Krebszellen sei der Hauptgrund für das Wachstum von Krebs.

Mit anderen Worten, er entdeckte, dass defekte Mitochondrien nur von Glukose leben können. Laut Dr. Gary Fettke wird in der modernen Krebsbehandlung der Glukose Stoffwechsel immer noch ignoriert.

„Wir haben noch nicht vollständig die Ernährung als Ursache von Krebs anerkannt. Das Hauptproblem ist Zucker, speziell Fruktose, hochverarbeitete Kohlenhydrate und mehrfach ungesättigte Öle aus Saaten. Die moderne Ernährung fördert Entzündungen und produziert massive Mengen an freien Radikalen.“

Eine LowCarb ketogene Ernährung mit einem Kohlenhydrat Konsum von unter 25 Gramm am Tag ist erfolgreich bei einer Reihe von Krankheiten, unter anderem Adipositas, Epilepsie, Diabetes, Alzheimer und Herzkrankheiten. Dr. Thomas Seyfried nennt es einen wirksamen Weg, einer Vielzahl von Krankheiten zu begegnen.

Bei einem Kohlenhydrat Konsum von unter 25 Gramm am Tag, ändert der Körper den Stoffwechsel von der Kohlenhydrat Verbrennung zu einer Fett Verbrennung. Ketone entstehen wenn Fettsäuren von der Leber für Energie umgebaut werden. Eine Ketose wird erreicht, wenn durch den Rückgang an Kohlenhydraten, Ketone im Körper produziert werden. Diese Moleküle entstehen durch den Fettstoffwechsel – und sind ein Zeichen, dass Ihr Körper jetzt Fett als Energielieferant benutzt.

Nahezu alle gesunden Zellen in unserem Körper haben die Flexibilität, Fett, Glukose und Ketone für das Überleben zu verbrauchen. Nur Krebszellen haben diese Flexibilität nicht und benötigen daher große Mengen an Kohlenhydraten umzu überleben. Wenn wir Kohlenhydrate einschränken, reduzieren wir Glukose und Insulin, den primären Treibstoff für das Wachstum von Krebszellen„, sagt Dr. Seyfried.

Dr. Gary Fettke hat ein eigenes Interesse an diesen Forschungen, nachdem er vor 15 Jahren einen Gehirntumor hatte. Durch die Umstellung auf eine ketogene Ernährung konnte er buchstäblich den Krebs verhungern lassen.

Professor Tim Noakes meint: „Beim Kampf gegen Krebs ist nur das Beste gut genug. Fleisch von Weidetieren, freilaufenden Hühnern, Bio Gemüse etc. Herkömmliche Lebensmittel werden mit Pestiziden, Wachstumshormonen, Antibiotika und anderen Giften erzeugt, die selbst wieder krebserregend sind.“

Essen und Trinken bei einer ketogenen Ernährung

Tierisches Protein

Gesättigte Fette

Olivenöl

Avocado

Gemüse, dass über der Erde geerntet wird

Wasser

Was Sie bei einer ketogenen Ernährung vermeiden sollten

Verarbeitete Lebensmittel (alles was aus einer Schachtel kommt)

Limonaden und Fruchsäfte

Omega-6 haltige Öle

verarbeitetes Fleisch

Fast Food

Eine vollständige Liste geeigneter Lebensmittel finden Sie hier:

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